Eigentlich… – Ein Bezirksgottesdienst, der so nicht geplant war

Tja, eigentlich hätte in diesen Tagen unsere Bezirksfreizeit 2020 stattfinden sollen. Das geplante Thema war „Glaube: Von gestern? Im Heute. Für morgen. Christ sein in einer digitalen Welt.“

Was wäre gewesen, wenn diese Bezirksfreizeit tatsächlich so stattgefunden hätte? Klar, niemand von uns kann in die Zukunft schauen. Ich lass allerdings jetzt mal der Fantasie freien Lauf:

Jeder von uns hätte sich gefreut, liebe Menschen auf der Bezirksfreizeit 2020 persönlich zu treffen und sich intensiv über das Thema auszutauschen. Das Thema „Digitalisierung“ ist zeitgemäß. Wahrscheinlich hätten viele der Teilnehmer zugestimmt, dass in der heutigen Zeit diesem Thema Zeit gewidmet werden sollte und wir alle uns (langsam) daran gewöhnen müssen, dass nicht mehr alles „analog“ abläuft. Vielleicht wäre am Ende der Freizeit herausgekommen, dass wir „dringend eine Digitalisierungsstrategie“ benötigen. Vielleicht hätten sich sogar ganz konkret Teilnehmer für einen „Digitalisierungsworkshop“ oder eine „Arbeitsgruppe Digitalisierung“ nominieren lassen. Vielleicht hätte man bereits einen Termin für ein erstes Treffen vereinbart, um sich richtig intensiv mit der „Digitalisierung in der SELK“ zu beschäftigen. „Wir brauchen Spezialisten, echte Profis, die sich mit diesem Thema auskennen“. Vielleicht wäre die Frage gestellt worden: „Würden digitale Gottesdienste überhaupt angenommen werden?“ oder: „Wie nehmen wir ältere Gemeindeglieder mit?“ oder „Präsenzgottesdienste sind doch viel besser, wie sollen wir ansonsten sinnvoll christliche Liebe leben? Wir sind doch auch keine virtuellen Wesen?“. In einigen Jahren hätten wir es wahrscheinlich geschafft, den einen oder anderen Gottesdienst im „digitalen Kirchenraum“ zu feiern. Ja, vielleicht hätte es sogar den einen oder anderen „Achtungserfolg“ gegeben. Was hätten wir von einem Gemeindeglied gehalten, das auf unserer Bezirksfreizeit 2020 gewagt hätte zu sagen: „Lasst uns einen digitalen Durchbruch innerhalb von vier Wochen durchführen?“ Die Antwort darauf ist reine Spekulation, aber hätten wir in Gedanken vielleicht etwas an seinem Urteilsvermögen gezweifelt?

(Trost-) Brief zur Coronavirus-Krise

"Ich will euch trösten ..."
SELK: Kirchenleitung und Superintendenten mit Corona-Brief

Hannover, 21.3.2020 - selk - Am 19. und 20. März tagten die Kirchenleitung und das Kollegium der Superintendenten (KL|KollSup) der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK). Wegen der gegenwärtigen Coronavirus-Krise fand diese Tagung jedoch nicht - wie sonst üblich - im Tagungszentrum der Lutherischen Kirchenmission in Bleckmar (Kreis Celle), sondern durch videogestützte Internetübertragung statt. Die Mitglieder von KL|KollSup zeigten sich überrascht von der Effizienz und Qualität dieser Sitzungsform. Ein großer Teil der für die Tagung vorgesehenen Punkte konnte so bearbeitet werden.
Den Mitgliedern von KL|KollSup war es besonders wichtig, sich in einem Brief zur gegenwärtigen Notlage der Coronavirus-Krise an die Gemeindeglieder sowie an Gäste und weitere Interessierte zu wenden. Der Brief trägt die Überschrift "Ich will euch trösten - Brief an die Gemeinden" und ist unter https://selk.de/index.php/top-themen/brief-zu-laetare abrufbar.

SELK: Statistik 2018 weist leichten Rückgang aus

Hannover, 11.10.2019 - selk - Die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK) hat im vergangenen Jahr um 14 Kirchglieder abgenommen. Das geht aus der offiziellen Statistik für das Jahr 2018 vor, die jetzt im Kirchenbüro der SELK in Hannover zur Veröffentlichung freigegeben wurde. Sie wird demnächst allen Pfarrämtern der SELK zugehen.

Mit der geringfügigen Abnahme beläuft sich die neue offizielle Kirchgliederzahl der SELK auf 33.349. In 48 von 110 ausgewiesenen Pfarrbezirken konnten eine Zunahme oder ein Gleichstand festgestellt werden, in 62 eine Abnahme. In vier von zehn Kirchenbezirken nahmen die Zahlen im Berichtsjahr zu: Niedersachsen-Ost, Niedersachsen-Süd, Berlin-Brandenburg und Lausitz. Im Zehnjahreszeitraum konnten sechs der zehn Kirchenbezirke ein- oder mehrmalig Zugänge verzeichnen, davon je sieben Mal Berlin-Brandenburg (Gesamtzuwachs im Zehnjahreszeitrum: 933) und Lausitz (113), wobei die steigenden Zahlen im Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg wesentlich auf die Arbeit unter Geflüchteten in der Dreieinigkeits-Gemeinde Berlin-Steglitz zurückzuführen sind. Die stärksten Verluste hatten im Zehntjahreszeitraum die Kirchenbezirke Rheinland-Westfalen (- 689) und Hessen-Süd (- 556) zu verzeichnen. Die Gesamtkirche hat im Zehnjahreszeitraum um 1.550 Kirchglieder (4,4 %) abgenommen.

300 Übertritte aus anderen Kirchen oder Eintritte zuvor Kirchloser konnten im Berichtszeitraum konstatiert werden, was im Zehnjahreszeitraum einen Höchstwert darstellt.

Bei den Amtshandlungen wurden 463 Taufen (gegenüber dem Vorjahr: - 87), 216 Konfirmationen (- 43), 85 Trauungen (- 4) und 435 Bestattungen (+ 1) gezählt.

SELK in Landau lädt ein zum zwischenkirchlichen Dialog in Landau

Landau, 7.10.2019 - selk - Die Katharinengemeinde Landau der Selbständigen Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK) lädt zu Samstag, 12. Oktober, ein zu einem Gespräch mit Kirchenpräsident Dr. h.c. Christian Schad (Speyer) von der Evangelischen Kirche der Pfalz und SELK-Bischof Hans-Jörg Voigt D.D. (Hannover). Das Thema lautet: "Versöhnt, aber verschieden". Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr in der Katharinenkapelle.

Bischof Voigt und Kirchenpräsident Schad werden in das Thema "Unionsbildung und Entstehung selbstständiger lutherischer Kirche" in kurzen Impulsreferaten aus ihrer jeweiligen Sicht einführen mit anschließender Diskussion des Podiums. Die Moderation hat Kirchenrat Wolfgang Schumacher (Speyer) von der Evangelischen Kirche der Pfalz.

Danach ist Gelegenheit zum Austausch zwischen dem Gästepodium und allen Anwesenden. Dabei wird es nicht nur um die Aufarbeitung von Geschichte gehen, sondern auch und vor allem um die Herausforderungen, der sich "Kirche" im 21. Jahrhundert in Deutschland wird stellen müssen. Gespannt darf man sein, ob und welche unterschiedlichen Antworten sich aus der Sicht der verschiedenen Kirchen ergeben.

Im Anschluss an die Gesprächsrunden besteht die Möglichkeit der Begegnung bei Tee, Wein und Brezeln in der Kapelle.

Die Gesamtleitung des Abends hat SELK-Pfarrer Jürgen Wienecke von der gastgebenden Gemeinde.

Der Dialog nimmt die großen Jubiläen der letzten Jahre auf: das Reformationsjahr 2017 und das Jubiläum der Evangelischen Kirche der Pfalz im vergangenen Jahr: 200 Jahre Union aus Reformierten und Lutheranern. Ebenfalls auf die Unionsbestrebungen zu Anfang des 19. Jahrhunderts - vor allem in Preußen - gehen die Wurzeln der SELK zurück, allerdings als konfessionell lutherische Gegenbewegung.

Im Rahmen der Besinnung auf diese geschichtlichen Entwicklungen und ihre Folgen hatte eine Arbeitsgruppe der Union Evangelischer Kirchen (UEK) und der SELK seit 2008 an einem Verständigungsprozess gearbeitet. Im Jahr 2017 wurden als Ergebnisse die Dokumente "Gemeinsames Wort" (https://selk.de/download/UEK-SELK-2017_Gemeinsames-Wort.pdf) und "Brief an die Gemeinden" (https://selk.de/download/SELK-UEK-2017_Brief-an-die-Gemeinden.pdf) in einem gemeinsamen "Buß- und Dankgottesdienst" am Buß- und Bettag in Berlin durch Kirchenpräsident Schad  (Vorsitzender des Präsidiums und der Vollkonferenz der UEK) und durch SELK-Bischof Voigt verlesen und unterzeichnet.

Anlässlich der Begegnung von Bischof Voigt und Kirchenpräsident Schad, der als Gast zum Allgemeinen Pfarrkonvent der SELK im November 2017 eingeladen war, entstand die Idee zu einer Begegnung in der Pfalz zu dem Themenbereich "Union Evangelischer Kirchen und konfessionell lutherische Rückbesinnung".

SELK: Kinderbibelwochenende in Allendorf/Lumda

Allendorf/Lumda, 29.9.2019 - selk - Vom 20. bis zum 22. September fand das jährliche Kinderbibelwochenende der Zionsgemeinde Allendorf/Lumda der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) auf dem zum Ort gehörigen Schulbauernhof Tannenhof (http://www.lernbauernhof.de) statt, dessen Betreiberehepaar der Zionsgemeinde angehört. Luise und Goetz Hoffmann hatten auf den Schulbauernhof eingeladen und mit Mitarbeitenden aus der Gemeinde ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet, das unter dem Thema "Wasser" stand.

In Bibelgesprächen und Aktionen wurde deutlich, dass Gott das Wasser schenkt und was es alles vermag. Besonders anschaulich wurde durch den Nachbau eines Hauses verdeutlicht, was Wasser anrichten kann, wenn Menschen ihr Lebenshaus nicht auf den festen Grund des Evangeliums bauen. Das Haus wurde von heftigem Wasserfall zerstört!

Den Abschlussgottesdienst leitete - unter Mitwirkung der Kinder - SELK-Superintendent i.R. Wolfgang Schillhahn (Grünberg). In Lesungen und Liedern wurden die Wasser-Gedanken aufgenommen. Der Übergang der kleineren Kinder in den Kindergottesdienst wurde als Tauferinnerung am Taufstein mit dem von der ganzen Gemeinde gesprochenen Glaubensbekenntnis und einem in die Hand gezeichneten Wasserkreuz gestaltet: Jesus hat dich erlöst.

Schillhahn predigte über die biblische Geschichte von der ganz besonderen Wassererfahrung des Finanzministers aus Äthiopien, der nach seiner Taufe in einem Bach fröhlich nach Hause fährt (Die Bibel: Apostelgeschichte, Kapitel 8, Verse 26-39).

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